Praxis Theatiner 3

Bioidentische Hormone

Bioidentische Hormone für ein erfülltes Frauenleben

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen unterliegen weit komplexeren Zusammenhängen als das der Männer. Ursache dafür ist das fein abgestimmte Orchester von Hormonen im Zyklus der Frau. Diese Hormone lassen uns lieben und leben, lachen und weinen. Sie machen Lust auf Leistung, Arbeit und Sexualität. Und sie bestimmen ganz wesentlich unser Lebensgefühl. Denn schon kleinste Änderungen der Hormonkonzentration im Hormonspiegel können große Änderungen in Stimmung, Stoffwechsel, Appetit, Energielevel und sexuellem Interesse nach sich ziehen.

Und so leiden viele Frauen unter diffusen Beschwerden bis hin zu echten Qualen (PMS-Syndrom). Sie sind verzweifelt auf der Suche nach Hilfe, doch allzu schnell werden ihre Probleme als psychisch eingestuft. Dabei sind häufig hormonelle Probleme die Ursache. Diese lassen sich auf natürliche und ohne unerwünschte Nebenwirkungen bei Ihrem Frauenarzt München mit bioidentischen Hormonen ausgleichen.

Hormonelle Balance mit bioidentischen Hormonen

Hormonelle Balance – Grundlage des Wohlgefühls

Hormone sind chemische Botenstoffe, die von verschiedenen Drüsen im Körper produziert werden, z. B. von der Schilddrüse, der Hypophyse, den Nebennieren und den Fortpflanzungsdrüsen. Sie regulieren eine Vielzahl von Körperfunktionen, darunter Wachstum und Entwicklung, Stoffwechsel, Stimmung, Sexualfunktion und vieles mehr. Die Hormonspiegel können wir im Blut messen. Liegt der Spiegel eines oder mehrerer Hormone im Körper zu hoch oder zu tief, sprechen wir von einer hormonellen Dysbalance.

Die entscheidende Frage dabei lautet dabei: Wann wird hormonelle Dysbalance zum Problem und ab wann sollten wir sie therapieren? Jede Frau reagiert schließlich anders auf Störungen und Dysharmonien im fein abgestimmten Hormonorchester ihres Körpers.

Einsatzbereiche für Bioidentische Hormone

Es gibt fast nichts in unserem Körper, was nicht im Zusammenhang mit den Hormonen steht. Deswegen sind die Einsatzbereiche der natürlichen Hormonersatztherapie in unserer Praxis Theatiner3 so vielfältig. Hormonelle Dysbalancen können generell zu einer Vielzahl von Symptomen führen, je nachdem, welche Hormone betroffen sind und wie stark das jeweilige Ungleichgewicht ist. Häufige Symptome eines Hormonungleichgewichts können sein:

  • Müdigkeit,
  • Gewichtszunahme oder -verlust,
  • Stimmungsschwankungen,
  • starke Behaarung im Gesicht und an den Armen
  • Schlafstörungen
  • unregelmäßiger Zyklus
  • Regelschmerzen
  • sexuelle Unlust
  • unregelmäßige Menstruationszyklen
  • Unfruchtbarkeit
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Gelenkschmerzen
  • und vieles mehr

Beispiel Hormonstörung: Polyzystisches Ovar Syndrom PCO

Das PCO-Syndrom (Polycystisches Ovarialsyndrom, PCOS) gilt beispielsweise als eine der häufigsten Hormonstörungen der Frau im gebärfähigen Alter. Schätzungen zufolge sind etwa fünf bis zehn von hundert Frauen von PCO-Syndrom betroffen. Dahinter verbirgt sich eine hormonelle Störung, die mit zahlreichen Beschwerden verbunden ist. Seltene oder fehlende Regelblutungen, verstärkter Haarwuchs im Gesicht und am Körper, Akne aber auch unerfüllter Kinderwunsch können Anzeichen für dieses Krankheitsbild sein.

Das PCO-Syndrom kann auch Unfruchtbarkeit und chronische Erkrankungen, wie Typ-2-Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen. Daher sind eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Bedeutung.

Bioidentische Hormone

Die Ursachen eines hormonellen Ungleichgewichts

Ein hormonelles Ungleichgewicht kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter Genetik, Alterung, Stress, Ernährung, Sport, Essstörungen und Lebensstil. Bei der Behandlung von Hormonstörungen stehen wir als Frauenärztinnen vor der Herausforderung, die Ursache Ihres Ungleichgewichts herauszufinden. Auf diese Weise können wir individuelle Therapien für Sie entwickeln, um mit bioidentischen Hormonen oder Empfehlungen für Veränderungen in Ihrer Lebensweise und Ihrem Ernährungsstil die hormonelle Dysbalance wieder auszugleichen.

Warum ist eine Hormonersatztherapie  notwendig?

Die Natur hat für Frauen wie für Männer vorgesehen, dass mit zunehmendem Alter – oftmals bereits ab dem 30. Lebensjahr – die Produktion fast aller Hormone nachlässt. Während die Hormonproduktion bei Männern nur schleichend abnimmt, fällt sie bei Frauen ab 40 förmlich in den Keller. Gerade die sinkenden Pegel folgender Hormone machen sich unangenehm bemerkbar:

  • Pregnenolon – das Gehirnhormon für mehr Leistungskraft und Vitalität
  • Progesteron – für mehr Lust und Freude, guten erholsamen Schlaf, bei PMS und als Schutz vor Krebs
  • DHEA – das Jungbrunnenhormon
  • Östrogene – das weibliche Sexualhormon, wichtig bei Frau und Mann
  • Melatonin – das Anti-Aging-Hormon für guten Schlaf und mehr

All diese Hormone können wir auf natürliche Art ersetzen.

Die wichtigsten Hormone im Überblick

Östrogene sind die weiblichen Geschlechtshormone – und gleichzeitig die am häufigsten missverstandenen. Kaum ein Thema in der Frauenheilkunde ist so sehr von Halbwissen, Verunsicherung und Widersprüchen geprägt wie das der Östrogentherapie. Dabei sind Östrogene keine Fremdstoffe, die von außen in den Körper eingebracht werden – sie sind ein fundamentaler Bestandteil der weiblichen Biologie, von der Pubertät bis ins hohe Alter.

Was sind Östrogene überhaupt?

Östrogene sind keine einzelne Substanz, sondern eine Gruppe von Hormonen. Die drei wichtigsten sind Estradiol, Estron und Estriol – und sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Wirkstärke und ihrer Bedeutung in den verschiedenen Lebensphasen einer Frau.

Estradiol ist das stärkste und biologisch aktivste Östrogen. Es wird hauptsächlich in den Eierstöcken produziert und dominiert in den fruchtbaren Jahren.

Estradiol steuert den Menstruationszyklus, beeinflusst Knochendichte, Herzgesundheit, Haut, Schleimhäute, Stimmung und kognitive Funktionen – kurz: es ist an nahezu allen wichtigen Körperprozessen beteiligt.

Estron tritt nach den Wechseljahren in den Vordergrund, wenn die Eierstöcke ihre Östrogenproduktion einstellen. Es wird dann vor allem im Fettgewebe und in der Nebennierenrinde gebildet und stellt eine Art Speicherform des Estradiols dar – weniger wirksam, aber weiterhin präsent.

Estriol spielt vor allem in der Schwangerschaft eine Rolle, wenn es in großen Mengen von der Plazenta produziert wird. Lokal angewendet – etwa als Vaginalcreme oder -zäpfchen – ist es ein bewährtes Mittel bei Schleimhauttrockenheit und Beschwerden im Intimbereich, besonders in und nach den Wechseljahren.

Was leisten Östrogene im Körper?

Die Wirkung von Östrogenen geht weit über den Zyklus hinaus. Sie schützen die Knochen vor Abbau und senken das Osteoporoserisiko, halten Haut und Schleimhäute feucht und elastisch, unterstützen das Herz-Kreislauf-System und die Gefäßgesundheit, fördern die kognitive Leistungsfähigkeit und das Gedächtnis, regulieren Stimmung und emotionales Wohlbefinden, beeinflussen Schlafqualität, Energielevel und Körpergewicht und halten die Vaginalschleimhaut gesund – was Schmerzen beim Sex verhindert und Infektionen vorbeugt.

Diese Vielfalt erklärt, warum ein sinkender Östrogenspiegel so viele verschiedene Beschwerden auslösen kann – und warum das Thema Östrogentherapie für viele Frauen so relevant ist.

Wann sinken die Östrogenwerte?

Der deutlichste Östrogenabfall findet in den Wechseljahren statt, wenn die Eierstöcke ihre Produktion schrittweise einstellen. Dieser Prozess beginnt oft bereits in den Vierzigern – zunächst schleichend, dann zunehmend spürbar. Typische Beschwerden eines Östrogenmangels sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, trockene Haut und Schleimhäute, Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit, nachlassende Konzentration und Gedächtnisleistung sowie Veränderungen der Körperzusammensetzung mit zunehmendem Bauchfett.

Doch Östrogenmangel ist kein reines Wechseljahresproblem. Auch jüngere Frauen – etwa nach operativer Entfernung der Eierstöcke, bei Essstörungen, bei extremem Ausdauersport oder bei bestimmten Erkrankungen – können unter einem niedrigen Östrogenspiegel leiden.

Bioidentische Östrogene – der entscheidende Unterschied

In unserer Praxis setzen wir ausschließlich auf bioidentische Östrogene – Hormone, die in ihrer Molekularstruktur identisch mit den körpereigenen sind. Das ist kein semantischer Unterschied, sondern ein medizinisch relevanter: Synthetische oder tierisch gewonnene Östrogene weichen in ihrer Struktur vom körpereigenen Estradiol ab und können deshalb anders – und mitunter ungünstiger – im Körper wirken.

Bioidentisches Estradiol hingegen dockt exakt an denselben Rezeptoren an wie das körpereigene Hormon. Es wird in der Regel transdermal angewendet – als Gel, Pflaster oder Creme – und umgeht so den sogenannten First-Pass-Effekt der Leber, der bei oraler Einnahme die Risikoabwägung komplizierter macht.

Was ist mit dem Krebsrisiko?

Die Angst vor Krebs ist der häufigste Grund, warum Frauen eine Östrogentherapie ablehnen – oft auf Basis veralteter Studien, die synthetische Hormone untersuchten. Bioidentische Östrogene haben ein anderes Wirkprofil. Entscheidend ist zudem das Zusammenspiel mit Progesteron: Östrogen ohne ausreichenden Progesteronschutz kann die Gebärmutterschleimhaut stimulieren – deshalb gehört bei uns beides zusammen. Wir besprechen mit Ihnen Ihre individuelle Situation, Ihre Familiengeschichte und Ihre persönlichen Risikofaktoren – transparent, sachlich und ohne Panikmache.

Wie gehen wir bei Theatiner 3 vor?

Wir messen Ihren Östrogenspiegel im Rahmen einer umfassenden Hormondiagnostik – immer im Zusammenhang mit Progesteron, DHEA, Pregnenolon, Cortisol und Schilddrüse. Denn Östrogen wirkt nie allein, sondern immer im Kontext des gesamten Hormonsystems.

Zeigt die Diagnostik einen Mangel, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Therapie mit bioidentischem Estradiol – in der für Sie optimalen Darreichungsform und Dosierung. Regelmäßige Verlaufskontrollen stellen sicher, dass Ihre Therapie wirkt, verträglich ist und sich Ihren veränderten Bedürfnissen anpasst.

Östrogene sind keine Gefahr – sie sind, bei richtiger Anwendung, ein wichtiger Baustein für Ihre Gesundheit, Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was Ihr Körper braucht.

Progesteron ist weit mehr als ein Schwangerschaftshormon. Es ist eines der wichtigsten und gleichzeitig am häufigsten unterschätzten Hormone im weiblichen Körper – und sein Mangel betrifft weitaus mehr Frauen, als gemeinhin bekannt ist. Bereits ab Mitte 30 beginnt die Progesteronproduktion zu sinken, oft lange bevor die Östrogenwerte merklich abfallen. Die Folgen bleiben selten aus.

Was leistet Progesteron im Körper?
Progesteron wirkt an vielen Stellen gleichzeitig. Es ist der natürliche Gegenspieler des Östrogens und sorgt für Balance im weiblichen Zyklus. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vor, hält eine bestehende Schwangerschaft aufrecht und reguliert die Brustdrüsen. Doch seine Wirkung geht weit darüber hinaus: Progesteron wirkt beruhigend auf das Nervensystem, fördert tiefen und erholsamen Schlaf, hebt die Stimmung und wirkt angstlösend. Es schützt die Knochen, unterstützt die Schilddrüsenfunktion und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Nicht zuletzt gilt es als wichtiger Schutzfaktor gegen hormonabhängige Krebserkrankungen – ein Aspekt, der in der Diskussion um Hormontherapien häufig zu kurz kommt.

Wann spricht man von Progesteronmangel?
Ein Progesteronmangel – oder eine sogenannte Östrogendominanz, bei der das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron aus dem Gleichgewicht geraten ist – äußert sich auf vielfältige Weise. Typische Beschwerden sind starke oder unregelmäßige Regelblutungen, prämenstruelle Beschwerden wie Reizbarkeit, Wassereinlagerungen und Brustspannen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, nachlassende Libido sowie Schwierigkeiten, schwanger zu werden oder eine Schwangerschaft aufrechtzuerhalten. Auch in den Wechseljahren spielt Progesteron eine zentrale Rolle – Hitzewallungen, Schlafprobleme und innere Unruhe sind häufig nicht allein auf Östrogenmangel zurückzuführen, sondern auf das gestörte Gleichgewicht beider Hormone.

Bioidentisches Progesteron – sanft und wirksam
Synthetische Gestagene, wie sie in der Pille oder in konventionellen Hormonpräparaten eingesetzt werden, sind chemisch veränderte Moleküle – sie ähneln dem körpereigenen Progesteron, sind aber nicht mit ihm identisch. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied: Bioidentisches Progesteron hat dieselbe Molekularstruktur wie das Hormon, das Ihr Körper selbst produziert. Es dockt an denselben Rezeptoren an, löst dieselben Reaktionen aus – und das ohne die Risiken und Nebenwirkungen, die synthetischen Gestagenen häufig zugeschrieben werden.

 

Es ist das Hormon, über das kaum jemand spricht – dabei ist Pregnenolon der Ausgangsstoff für nahezu alle wichtigen Steroidhormone im Körper: Progesteron, DHEA, Östrogen, Testosteron und Cortisol werden alle aus Pregnenolon gebildet. Man nennt es deshalb auch das Mutterhormon oder Masterhormon – und seine Bedeutung für Gesundheit, Vitalität und geistige Leistungsfähigkeit wird noch immer unterschätzt.

Pregnenolon wird hauptsächlich in den Nebennieren, aber auch im Gehirn und in den Gonaden aus Cholesterin synthetisiert. Bereits ab dem 30. Lebensjahr nimmt seine Produktion kontinuierlich ab – mit weitreichenden Folgen für das gesamte Hormonsystem. Denn sinkt der Pregnenolonspiegel, gerät das gesamte hormonelle Gleichgewicht ins Wanken.

Was passiert bei Pregnenolonmangel?

Die Symptome eines niedrigen Pregnenolonspiegels sind vielfältig und werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Beschwerden sind anhaltende Erschöpfung und Antriebslosigkeit, nachlassende Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit, Stimmungstiefs und innere Leere, Schlafstörungen, verminderte Belastbarkeit sowie ein allgemeines Gefühl, nicht mehr ganz die Alte zu sein. Gerade bei Frauen ab 40 werden diese Symptome häufig pauschal den Wechseljahren zugeschrieben – ohne den Pregnenolonspiegel überhaupt zu messen.

Pregnenolon und das Gehirn

Pregnenolon ist eines der wenigen Hormone, das direkt im Gehirn wirkt. Es gilt als Neurosteroid und beeinflusst dort die Bildung von Neurotransmittern, die Gedächtnisfunktion und die Stressresistenz. Studien zeigen, dass ein ausreichender Pregnenolonspiegel die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützt und das Gehirn vor altersbedingtem Abbau schützen kann. Für Frauen, die in den Wechseljahren über Gedächtnislücken, Konzentrationsprobleme oder den berühmten „Brain Fog“ klagen, kann ein Blick auf den Pregnenolonspiegel sehr aufschlussreich sein.

DHEA – Dehydroepiandrosteron – ist eines der am häufigsten vorkommenden Steroidhormone im menschlichen Körper und gleichzeitig eines der faszinierendsten. Es wird hauptsächlich in den Nebennieren produziert, in kleineren Mengen auch in den Gonaden und im Gehirn, und gilt als wichtiger Vorläufer für die Bildung von Östrogen und Testosteron. Man nennt es deshalb auch das Jungbrunnenhormon – nicht als Marketingversprechen, sondern weil sein Spiegel eng mit Vitalität, Energie und dem biologischen Alterungsprozess verknüpft ist.

Der natürliche Abfall mit dem Alter
DHEA erreicht seinen Höchststand im frühen Erwachsenenalter – etwa zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. Danach sinkt der Spiegel kontinuierlich und unaufhaltsam: Mit 40 haben die meisten Menschen nur noch etwa die Hälfte ihrer ursprünglichen DHEA-Konzentration, mit 70 sind es oft weniger als 20 Prozent. Dieser Abfall ist einer der markantesten hormonellen Veränderungen im Laufe des Lebens – und seine Auswirkungen sind weitreichend.

Was leistet DHEA im Körper?
DHEA wirkt auf vielen Ebenen gleichzeitig. Als Vorläuferhormon liefert es den Rohstoff für die körpereigene Produktion von Östrogen und Testosteron – je nachdem, was der Körper gerade benötigt. Darüber hinaus hat DHEA eigene, direkte Wirkungen: Es unterstützt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend, fördert den Knochenaufbau und schützt vor Osteoporose, verbessert die Insulinsensitivität und unterstützt den Stoffwechsel, stärkt die kognitive Leistungsfähigkeit und das Gedächtnis, wirkt stimmungsaufhellend und kann Angstzustände lindern, unterstützt die Libido und das allgemeine sexuelle Wohlbefinden und fördert Muskelaufbau sowie körperliche Belastbarkeit.

Kurz gesagt: Ein ausreichender DHEA-Spiegel ist eng mit dem verbunden, was wir als jugendliche Vitalität wahrnehmen – Energie, Stärke, geistige Frische und emotionale Stabilität.

Wann wird DHEA-Mangel zum Problem?

Die Symptome eines niedrigen DHEA-Spiegels sind oft unspezifisch und werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Zeichen sind chronische Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit, Antriebslosigkeit und Motivationsverlust, nachlassende Muskelkraft und Zunahme von Körperfett – besonders am Bauch, trockene Haut und Haarausfall, häufige Infekte durch ein geschwächtes Immunsystem, Stimmungstiefs bis hin zu depressiven Verstimmungen sowie nachlassende Libido. Gerade bei Frauen in den Wechseljahren überlagern sich die Symptome des DHEA-Mangels häufig mit denen des Östrogen- und Progesteronabfalls – weshalb eine vollständige Hormondiagnostik so wichtig ist.

DHEA und die Nebennieren

Ein oft übersehener Zusammenhang: Chronischer Stress belastet die Nebennieren und kann die DHEA-Produktion zusätzlich drosseln. Denn die Nebennieren produzieren sowohl DHEA als auch Cortisol – und bei dauerhafter Stressbelastung wird die Produktion zugunsten von Cortisol verschoben. Das Ergebnis ist ein DHEA-Cortisol-Ungleichgewicht, das sich in Erschöpfung, Schlafproblemen und emotionaler Überlastung äußert. Wir schauen deshalb bei der Diagnostik immer auf beide Werte gemeinsam.

Melatonin kennen die meisten als das Hormon, das uns müde macht. Diese Reduktion wird ihm nicht gerecht. Melatonin ist eines der vielseitigsten und wirkungsstärksten Hormone im menschlichen Körper – ein echtes Multitalent, dessen Bedeutung für Gesundheit und Langlebigkeit die Wissenschaft erst beginnt vollständig zu verstehen.

Wie und wo wird Melatonin gebildet?

Melatonin wird hauptsächlich in der Zirbeldrüse, einer kleinen Struktur im Gehirn, aus dem Neurotransmitter Serotonin synthetisiert. Die Produktion ist lichtabhängig: Bei Dunkelheit steigt der Melatoninspiegel an und signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist, herunterzufahren und sich zu regenerieren. Helles Licht – insbesondere das blaue Licht von Bildschirmen – hemmt die Melatoninausschüttung und erklärt, warum nächtliche Bildschirmnutzung den Schlaf so nachhaltig stört.

Weniger bekannt ist, dass Melatonin auch in anderen Geweben produziert wird – in der Netzhaut, im Darm, in der Haut und sogar in den Mitochondrien. Das gibt einen ersten Hinweis darauf, wie weitreichend seine Wirkung ist.

Was leistet Melatonin jenseits des Schlafs?

Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus – das ist seine bekannteste Funktion. Doch sein Wirkspektrum ist deutlich breiter.

Als eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien schützt Melatonin Zellen und Mitochondrien vor oxidativem Stress und freien Radikalen – einem der zentralen Treiber des Alterungsprozesses. Es wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem bei der Abwehr von Infekten und der Regulation von Entzündungsprozessen. Es beeinflusst die Stimmung über seine enge Verbindung zu Serotonin – ein niedriger Melatoninspiegel geht häufig mit depressiven Verstimmungen, Angstzuständen und saisonalen Stimmungstiefs einher. Es reguliert das Fortpflanzungssystem und beeinflusst die Produktion und Freisetzung von Geschlechtshormonen. Es unterstützt die Darmgesundheit durch eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur des Verdauungstrakts. Und nicht zuletzt spielt Melatonin eine bedeutende Rolle in der Longevity-Forschung: Als Schutzhormon der Mitochondrien gilt es als einer der vielversprechendsten Faktoren für gesundes Altern.

Melatonin und die Wechseljahre

Für Frauen in den Wechseljahren ist Melatonin aus einem weiteren Grund besonders relevant: Der natürliche Melatoninspiegel sinkt mit zunehmendem Alter deutlich – parallel zum Abfall der Geschlechtshormone. Das erklärt, warum Schlafprobleme in den Wechseljahren so häufig sind und warum sie sich von gewöhnlichen Einschlafproblemen unterscheiden: Es handelt sich oft nicht allein um ein Östrogen- oder Progesteronproblem, sondern um ein gestörtes Zusammenspiel mehrerer Hormone – darunter Melatonin.

Hinzu kommt: In der zweiten Zyklushälfte steigt der nächtliche Melatoninspiegel verzögert und in geringerer Menge an – was Durchschlafstörungen begünstigt und PMS-Beschwerden verstärken kann.

Melatonin und Jetlag, Schichtarbeit, chronischer Stress

Auch jenseits der Wechseljahre kann der Melatoninspiegel aus dem Gleichgewicht geraten – durch Schichtarbeit, häufiges Reisen über Zeitzonen, chronischen Stress oder übermäßige Bildschirmexposition. Die Folgen sind nicht nur schlechter Schlaf, sondern auch ein geschwächtes Immunsystem, erhöhte Entzündungsneigung und auf Dauer ein beschleunigter Alterungsprozess.

Testosteron gilt gemeinhin als Männerhormon. Das stimmt nur zur Hälfte. Auch der weibliche Körper produziert Testosteron – in den Eierstöcken, den Nebennieren und in kleineren Mengen im Fettgewebe – und ist auf einen ausreichenden Spiegel angewiesen. Zwar liegen die Werte bei Frauen deutlich niedriger als bei Männern, doch ihre Bedeutung für Energie, Libido, Muskelkraft, Knochengesundheit und mentale Stärke ist alles andere als gering.

Was leistet Testosteron im weiblichen Körper?

Testosteron ist an überraschend vielen Prozessen beteiligt. Es fördert Muskelaufbau und körperliche Belastbarkeit, stärkt die Knochen und schützt vor Osteoporose, unterstützt die Fettverbrennung – besonders im Bauchbereich, steigert Antrieb, Motivation und Konzentrationsfähigkeit, stärkt das Selbstvertrauen und die emotionale Resilienz, ist maßgeblich verantwortlich für die weibliche Libido und sexuelles Wohlbefinden und fördert die Regeneration nach körperlicher Belastung.

Kurz: Testosteron ist das Hormon hinter dem Gefühl, leistungsfähig, vital und in der eigenen Kraft zu sein.

Wann sinkt Testosteron bei Frauen?

Der Testosteronspiegel beginnt bei Frauen bereits ab dem 30. Lebensjahr langsam zu sinken. In den Wechseljahren – insbesondere nach der Menopause – kann der Abfall deutlicher werden, besonders wenn auch die Nebennierenfunktion nachlässt. Einen besonders abrupten Einbruch erleben Frauen nach operativer Entfernung der Eierstöcke, da diese einen erheblichen Anteil des weiblichen Testosterons produzieren.
Auch chronischer Stress spielt eine Rolle: Wenn die Nebennieren dauerhaft mit der Cortisolproduktion beschäftigt sind, bleibt für die Testosteronsynthese weniger Kapazität – ein Zusammenhang, der in der Praxis häufig übersehen wird.

Welche Beschwerden deuten auf Testosteronmangel hin?

Die Symptome sind oft schleichend und werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Zeichen eines niedrigen Testosteronspiegels bei Frauen sind anhaltende Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf, deutlich nachlassende Libido oder vollständiger Verlust des sexuellen Interesses, Muskelschwäche und Schwierigkeiten beim Muskelaufbau trotz Training, zunehmende Fetteinlagerung besonders am Bauch, Antriebslosigkeit und innere Leere, depressive Verstimmungen und Verlust des Selbstwertgefühls sowie nachlassende Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. Viele Frauen beschreiben es so: Sie fühlen sich nicht mehr wie sie selbst. Genau dieses Gefühl verdient eine gründliche hormonelle Abklärung.

Der feine Unterschied: zu viel oder zu wenig

Testosteron bei Frauen ist ein Hormon, das im richtigen Gleichgewicht gehalten werden muss – nach oben wie nach unten. Ein zu hoher Testosteronspiegel, etwa beim PCO-Syndrom, kann zu Akne, vermehrtem Körperbehaarung, unregelmäßigem Zyklus und Fruchtbarkeitsproblemen führen. Ein zu niedriger Spiegel hingegen raubt Energie, Libido und Lebensfreude. Genau deshalb ist eine präzise Diagnostik der Ausgangspunkt jeder Therapie.

Bioidentische Hormone in den Wechseljahren

Sinkt im Laufe der Jahre der Östrogenspiegel ab, kann es zu körperlichen und psychischen Symptomen kommen. Typische Symptome des Hormonmangels sind die Klassiker unter den Wechseljahresbeschwerden, wie z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen.

Allerdings können auch Beschwerden auftreten, die erst einmal gar nichts mit einer Frau im „Wechsel“ zu tun zu haben scheinen. Hierzu zählen besonders Gelenk- und Muskelschmerzen, die wie die Osteoporose häufig ebenfalls einen hormonellen Hintergrund aufweisen. Sie ähneln dem Beschwerdebild der Fibromyalgie, wodurch es fatalerweise zu vielen Fehldiagnosen und wirkungslosen Therapien kommt. Auch die Haut leidet z.B. unter Östrogenmangel, wird trocken und beginnt zu spannen. Mit Bioidentischen Hormonen können wir dem entgegenwirken.

Verzicht aus Angst vor Nebenwirkungen?

Dennoch wollen viele Frauen in den Wechseljahren aus Sorge vor möglichen gesundheitlichen Risiken keine Hormone nehmen. Insbesondere das Krebsrisiko wird – auch durch Falschinformationen in sozialen Medien – sehr viel größer wahrgenommen, als es tatsächlich ist. Diese beziehen sich  auf chemische Hormonprodukte und nicht auf bioidentische Hormone.

Frauenarzt München in den Wechseljahren

Was sind bioidentische Hormone?

Natürliche, bioidentische Hormone sind Hormone, die – wie der Name sagt – in ihrer biochemischen Struktur identisch sind mit den körpereigenen Hormonen. Sie werden aus einem Inhaltsstoff der Yamswurzel hergestellt. Hormone sind ein natürliches Steuerungssystem unseres Körpers, nichts womit uns die Natur schaden will. Sonst würde niemand die Pubertät überleben, wenn die Hormone in unseren Körper förmlich einschießen. Bei bioidentischen Hormonen geht es auch nicht darum, einen natürlichen Vorgang zu unterdrücken – wie bei der „Pille“. Vielmehr geht es darum, Dysbalancen auszugleichen, die entstehen, wenn Hormonspiegel abfallen.

Synthetische Hormone hingegen, wie wir sie von der „Pille“ oder auch der Hormonspirale kennen, sind NICHT identisch mit unserer körpereigenen. Sie weichen in ihrer Molekularstruktur ab und gelten deshalb als hormonähnliche Medikamente.
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Die positiven Effekte bioidentischer Hormone

Viele Studien zeigen, dass natürliche bioidentische Hormone in der optimalen Dareichungsform praktisch keine Nebenwirkungen haben. „Optimal“ bedeutet, dass die physiologische Bedeutung der Hormone beachtet und die hormonelle Balance wiederhergestellt wird. Von den erfahrenen Frauenärztinnen in unserer Praxis Theathiner3 in München verabreicht, fügen sich bioidentische Hormone sanft wie ein passender Schlüssel in Ihr Hormonsystem ein. Sie setzen – wie zuvor das körpereigene Hormon – die gewünschten Stoffwechsel- und Regulationsprozesse in Gang. Mit wohltuend positiven Effekten auf Ihren Organismus!

Zögern Sie nicht, einen Termin in unserer Praxis zu vereinbaren. Unser freundliches Team freut sich darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Ihnen bei allen Fragen und Anliegen behilflich zu sein. Ihr Wohlbefinden ist unser Antrieb!